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Anlässlich eines geplanten Ayurveda-Urlaubs auf Sri Lanka im Januar 2025 kam ich auf die Idee, Cope zu besuchen. Da Jesu darauf hinweist, dass Sponsoren jederzeit willkommen sind, habe ich ihn kurzerhand angefragt und er hat prompt ja gesagt.

Ich habe mir eine Woche Zeit genommen, die dann so intensiv war, dass sie sich wie zwei Wochen angefühlt hat. Ich habe so viel erlebt, dass ich gar nicht alles erzählen kann, aber hier gerne eine Zusammenfassung weitergeben möchte.

Auf Wunsch von Jesu bin ich von Chennai nach Trichy geflogen, wo ich von ihm, Rani und Samy pünktlich am Flughafen abgeholt wurde. Da ich allein reiste war dies sehr erfreulich und eine Erleichterung!

Angekommen im Haus der „COPE-Family“, hing ein großes Willkommensplakat an der Wand, mit meinem Foto drauf. Dies war mir ein wenig peinlich, aber die Familie freute sich riesig über diese neue Idee. Die gesamten Familienmitglieder erwarteten mich zum Willkommenssegen, ich war überwältigt.

Ich bekam mein eigenes Zimmer mit Bad, was mich angenehm überraschte, da ich nichts solches erwartet hatte.

Kulinarisch wurde ich von morgens bis abends von Sophie und Ranis wunderbarem Essen und ihrem leckeren Chai verwöhnt. Die beiden haben sich unglaublich viel Mühe gemacht

Jesu und Rani nahmen sich viel Zeit, mich herumzuführen und mir alles zu erklären. Jesu war es wichtig, dass ich seine Philosophie über die Gleichheit der Menschen verstand. Er möchte alle Religionen und Kasten friedlich zusammenbringen, was er in der Schule und allen Projekten umsetzt.

So war ich für einen Tag in der Schule, wo zeitgleich das indische Erntedankfest „Pongal“ gefeiert wurde. Traditionsgemäß wurde Reis auf offenem Feuer gekocht, der dann gesüßt und mit Gewürzen versehen herumgereicht wurde. Auch wurden Tänze aufgeführt, von den Schülern wie auch dem Lehrpersonal.

Jeden Abend habe ich eines der 7 Lernzentren (Arivahams) besichtigen dürfen. Dort bekommen die Schüler die Möglichkeit, nach der Schule ihre Hausaufgaben zu machen, in Anwesenheit eines Lehrers oder einer Lehrerin.

Wo ich auch hinkam, wurde ich überschwänglich empfangen und hatte das Gefühl, man freue sich wirklich über Besuch aus Europa.

Ein weiteres Highlight war das Treffen mit meinem Patenmädchen Jancy, zu der wir in ihr Dorf fuhren, um sie und ihre Familie zu besuchen. Ich war geschockt, wie einfach sie mit ihrer Schwester und den Eltern wohnt. In einem armseligen Einzimmer-Häuschen, in dem sie wohnen, kochen und (auf dem Fußboden) schlafen. Es gibt weder ein Bad noch ein WC, was insbesondere für die 3 weiblichen Familienmitglieder wichtig wäre.

Trotz ihrer schwierigen Situation hat uns die Familie empfangen und sich sichtlich über unseren Besuch gefreut. Dies habe ich sehr geschätzt.

Sonntags gibt es in einem Gebäude gegenüber Cope jeweils ein Meeting für unsere Patenkinder und deren Eltern. Jeder ist herzlich willkommen und es wird erwartet, dass man von Zeit zu Zeit daran teilnimmt. Leider war dies bei meinem Patenkind nicht der Fall, sie haben aber versprochen, dies zu ändern.

Rani und Jesu ermutigten die Anwesenden über ihre Sorgen und Nöte aber auch ihre Erfolge zu erzählen, was sie tatsächlich gemacht haben. Auch dies war sehr beeindruckend für mich.

Cope unterstützt nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Senioren. So findet alle zwei Wochen ein Mittagessen statt, wo sich alle Eingeladenen in der besagten Halle treffen. Dafür werden sie mit Bussen abgeholt und anschließend auch wieder nach Hause gebracht.

Es waren ungefähr 60 Senioren und Seniorinnen anwesend und sie haben sich sichtlich gefreut, verwöhnt zu werden. Ich durfte bei der Essensausgabe dieses üppigen Mahls mithelfen, was mir Spaß gemacht hat. Und am Ende durften alle Gäste auch noch eine Tasche voller Lebensmittel mit nach Hause nehmen. Diesen Anlass für 5 Euro pro Person, finde ich eine tolle Sache!

Ich war viel unterwegs in dieser Woche, auch außerhalb der Projekte.

Mit Jesu, Rani und Raj Kumar haben wir Trichy besucht, den Felsentempel, das Lourdes von Tamil Nadu und den Brihadesvara-Tempel besichtigt.

Wir sind übers Land gefahren und haben einmal unterwegs sogar ein Picknick gemacht. Dafür haben Sophie und Rani viele Töpfe mit leckerem Essen vorbereitet und gut im Kofferraum verstaut. Dass wir dieses dann direkt am Rand einer Schnellstraße aßen, spielte keine Rolle, Hauptsache es schmeckte.

Auch den Besuch einer Sonntagsmesse, die Jesu gehalten hat, Besichtigungen weiterer Kirchen (darunter eine, die maßgeblich von den mir persönlich bekannten Yogalehrern Bernhard Frindt und Maria Okle (beide vom Bodensee) mitfinanziert wurde, die Besuche bei der örtlichen Apotheke usw., haben mir auch einen guten Eindruck in den indischen Alltag gegeben.

Ebenfalls habe ich erlebt, wieviel Herzblut in die Projekte einfließt und ich habe das Gefühl, dass die Spenden dafür korrekt eingesetzt werden.

Genauso wie ich empfangen wurde, wurde ich auch wieder verabschiedet. Mit der Anwesenheit der ganzen Familie, dem Geschenk einer Tasse mit meinem Foto, und dem Transport zurück zum Flughafen, was ich alles als nicht selbstverständlich empfunden habe.

Ich bedanke mich nochmals ganz, ganz herzlich bei Jesu, Rani und der gesamten COPE-Familie für diese tolle Woche und ihre wunderbare Gastfreundschaft.

In Verbundenheit,

Petra Bauer

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